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Kokain

Kokain (je nach Verarbeitung auch als Koks, Schnee, Coke, Crack und Rocks bezeichnet) ist ein weisses kristallartiges Pulver, das mit Hilfe verschiedener chemischer Prozesse aus den Blaettern des Kokastrauches (Erythroxylon coca) gewonnen wird. Es wirkt sowohl berauschend wie auch oertlich betaeubend. Kokain gehoert zu den illegalen Suchtmitteln, deren Besitz sowie dessen Handel nach dem Betaeubungsmittelgesetz verboten sind und strafrechtlich verfolgt werden.

Ein kurzer Blick in Geschichte und Herkunft

Der immergruene Kokastrauch ist in Suedamerika heimisch, wo er vermutlich bereits 2.500 v. Chr. als Kulturpflanze angebaut wurde. Vor allem in Peru und Bolivien besitzt das Kauen der unverarbeiteten Kokablaetter eine jahrhundertelange Tradition. Zunaechst war der Genuss der Kokablaetter nur im Rahmen kultischer Handlungen erlaubt. Mit der spanischen Eroberung breitete sich der Konsum jedoch bald unter der einheimischen Bevoelkerung aus, die mit Hilfe dieser Droge versuchte, ihren Hunger zu unterdruecken wie auch ihre Leistungsfaehigkeit und Ausdauer bei der schweren Arbeit zu steigern.

In den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde das aktive Alkaloid des Kokastrauches erstmals chemisch isoliert und erhielt die Bezeichnung "Kokain". Schon bald wurde diese Substanz zur Behandlung von Depressionen und zur lokalen Betaeubung vor allem bei Augenoperationen eingesetzt. Gut 25 Jahre nach ihrer Entdeckung wurde sie in den USA einem Getraenk zugesetzt, das unter dem Namen Coca-Cola als Allheilmittel vermarktet wurde. (Bis 1903 enthielt 1 Liter Coca Cola etwa 250 mg Kokain.) Aufgrund der sich haeufenden Todesfaelle im Zusammenhang mit kokainhaltigen Getraenken wurde der Kokainzusatz in Getraenken jedoch 1914 gesetzlich verboten.

Als Rauschmittel wurde Kokain sowohl in den USA als auch in Deutschland erst in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts populaer. Mit dem Aufkommen der Amphetamine ging der Kokainkonsum allerdings in den 30er Jahren tendenziell zurueck und kam erst in den 70er Jahren erneut in Mode. Das Rauchen von Crack kam als eine bis dahin unbekannte Anwendungsform in den 80er Jahren in den USA auf. Seit Anfang der 90er Jahre hat im Westen Deutschlands das Schnupfen von Kokain insbesondere unter jungen Erwachsenen an Popularitaet gewonnen, waehrend in den USA der Anteil der Bevoelkerung, der Erfahrungen mit Kokain gemacht hat, inzwischen als ruecklaeufig gilt.

Die Substanz...

Die Blaetter des Kokastrauches enthalten etwa 1des als Kokain bekannten Alkaloids. In den Erzeugerlaendern wird der Kokaingehalt jedoch gewoehnlich durch Extrahierung angereichert. Die durch die Extrahierung entstehende Coca-Paste wird zu Kokainhydrochlorid - einem Salz der Salzsaeure - weiterverarbeitet. Diese farb- und geruchlose, bitter schmeckende Substanz gelangt - unter Beimischung von Streckmitteln - in pulverisierter Form als Koks oder Schnee auf den illegalen Markt. In dieser Form wird der Stoff durch die Nase geschnupft oder aufgeloest und intravenoes injiziert.

Zur Herstellung des rauchbaren Crack muss das Kokainhydrochlorid in Kokainbase umgewandelt werden, beispielsweise durch Kochen in einer Backpulverloesung. Nach der Verdunstung des Wassers bleibt als Rueckstand die Kokainbase in Form von weiss-gelblichen Kristallen (rocks) zurueck. Den bei der Erhitzung entstehenden knackenden Geraeuschen verdankt das Crack seinen Namen. So genanntes Freebase, das ebenfalls geraucht werden kann, entsteht infolge einer chemischen Reaktion des Kokainhydrochlorids mit Ammoniak.

...und ihre Konsumformen

Kokain kann durch Schnupfen oder Injizieren (Kokainhydrochlorid) wie auch - nach Umwandlung in Kokainbase - durch Rauchen aufgenommen werden. Beim Kauen von Kokablaettern entfaltet es ebenfalls seine Wirkung, wenn auch in geringerem Masse.

Die meisten Kokainkonsumenten schnupfen das kristalline Pulver, das hierzu auf einer glatten Oberflaeche zu einer Linie gezogen und mit Hilfe eines kleinen Saugrohrs in die obere Nasenhoehle aufgesogen wird. Hierbei werden etwa 20-50 mg Kokainhydrochlorid aufgenommen. Fuer Injektionen wird das Kokain zuvor aufgeloest und anschliessend intravenoes verabreicht. Zum Rauchen wird die weiss-gelbliche Kokainbase in speziellen Glaspfeifen an der Flamme eines Feuerzeugs oder Gasbrenners erhitzt und im heissen Zustand inhaliert. Hierbei schwankt die Aufnahme der psychotropen Substanz zwischen 250 und 1000 mg.

Bei chronischem Kokainkonsum wird zwischen episodischem und kontinuierlichem Konsum unterschieden. Bei ersterem wird eine meist hohe Dosis wiederholt so lange eingenommen, bis der vorhandene Vorrat aufgebraucht oder der Konsument physisch voellig erschoepft ist. Anschliessend folgen dann mehrere Tage ohne Konsum. Bei der kontinuierlichen Konsumform werden taeglich oder fast taeglich gleich bleibende Mengen Kokain konsumiert.

Die Effekte...

Kokain wirkt in pharmakologischer Hinsicht auf dreierlei Weise: Es stimuliert sehr stark die Psyche, hat einen wirksamen lokal betaeubenden Effekt und verengt die Blutgefaesse. Nach rund sechs Stunden ist die Substanz weitgehend abgebaut und nach wenigen Tagen ist der Konsum im Koerper (Ausnahme: Haare) nicht mehr nachweisbar. Dies gilt allerdings nicht fuer den chronischen Konsum: hier sind Rueckstaende bis zu drei Wochen erkennbar.

Das Ausmass des aufputschenden Effekts haengt sowohl von der Person des Konsumenten selbst wie auch von der Dosis, der Art des Konsums und der Qualitaet des Stoffes ab, denn der Wirkstoffgehalt des als Kokain verkauften Pulvers schwankt durchschnittlich zwischen 20-50 Beim Schnupfen setzt die Wirkung nach wenigen Minuten ein. Nach etwa 30-60 Minuten wird die maximale Konzentration im Blut erreicht und die pharmakologische Wirkung haelt bis zu einer Stunde an. Beim Spritzen oder Rauchen hingegen beginnt die Wirkung bereits nach wenigen Sekunden, da das Kokain ueber die Lunge sehr rasch vom Blutkreislauf aufgenommen wird bzw. bei der intravenoesen Verabreichung unter Umgehung saemtlicher Resorptionsbarrieren das Gehirn erreicht. Allerdings verringert sich auch die Wirkdauer. So haelt der durch das Rauchen ausgeloeste Rauschzustand nur etwa 5-10 Minuten an.

Kokain ist allgemein als "Leistungsdroge" bekannt, da es - zeitlich begrenzt - eine Leistungssteigerung und erhoehte koerperliche Belastbarkeit bewirkt. Es daempft das Hungergefuehl, vermindert das Schlafbeduerfnis und loest euphorische Gefuehle aus. Die ihm zugeschriebene Lust- und Potenzsteigerung kehrt sich bei fortdauerndem Konsum allerdings ins Gegenteil um, naemlich in sexuelles Desinteresse und Impotenz.

Die durch das Kokain hervorgerufenen Rauschzustaende verlaufen gewoehnlich in mehreren Stadien:

- Euphorisches Stadium: Am Anfang steht das positiv erlebte, so genannte euphorische Stadium, das u.a. von gehobener Stimmung, erhoehtem Selbstwertgefuehl, gesteigertem Antrieb und Denken sowie staerkerer Sinneswahrnehmung und Kreativitaet gekennzeichnet ist. Der Konsument fuehlt sich sorglos, verliert soziale und sexuelle Hemmungen und empfindet ein vermindertes Schlafbeduerfnis bei gleichzeitig erhoehter Libido. Gelegentlich treten auch einfache Halluzinationen und Pseudohalluzinationen auf.

- Rauschstadium: Nach etwa 20-60 Minuten klingt die euphorische Phase ab. Nun koennen zu den beschriebenen Wahrnehmungen aengstlich paranoide Stimmungen hinzutreten, die vor allem mit akustischen, manchmal auch mit optischen Halluzinationen einhergehen.

- Depressives Stadium: Diese dritte Phase des Kokainrausches wird vor allem von Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Muedigkeit und Erschoepfung bis hin zu Angstzustaenden, Schuldgefuehlen, Selbstvorwuerfen und Suizidgedanken gekennzeichnet.

Wirkungsweise

Die zentralnervoese, stimulierende Wirkung des Kokains haengt direkt mit der Beeinflussung des Neurotransmitterstoffwechsels zusammen. Es verzoegert die Wiederaufnahme der Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin und Serotonin in die praesynaptischen Speichervesikel und verstaerkt die Wirkung dieser Botenstoffe an den postsynaptischen Rezeptoren. Hierdurch kommt es zu einer massiven Stimulation u.a. des zentralen Nervensystems.
Bei kurzzeitigem Gebrauch in relativ niedrigen Dosen fuehrt diese zentralnervoese Stimulation zu einer gesteigerten Aufmerksamkeit und motorischen Hyperaktivitaet und zu einem Anstieg von Pulsfrequenz, Blutdruck, Koerpertemperatur, Atemfrequenz und Atemtiefe. Durch chronischen Gebrauch von Kokain kommt es dagegen zu nachhaltigen Stoerungen des Nervensystems, auf die zumindest teilweise die typischen Persoenlichkeitsveraenderungen bei Kokainabhaengigen zurueckzufuehren sind.

...und die Risiken

Die Risiken des Kokainkonsums liegen vor allem in der Gefahr einer sich schnell einstellenden psychischen Abhaengigkeit und den damit verbundenen Folgen (s.u.). Die akuten Risiken und Folgen des Kokainkonsums unterscheiden sich je nach Form, Dosis und Dauer des Konsums. Der Konsum ist um so gefaehrlicher, je schneller die Substanz vom Koerper aufgenommen wird. Eine unmittelbare Lebensgefahr kann also insbesondere nach intravenoeser Injektion und beim Rauchen entstehen, da bei beiden Konsumformen die Aufnahme des Kokains in Sekundenschnelle erfolgt.

Gleichzeitig bergen beide Konsumformen noch spezielle Gefaehrdungen: Beim Injizieren des aufgeloesten Kokains koennen Verunreinigungen und hinzugefuegte Streckmittel gefaehrliche Nebenwirkungen hervorrufen, und beim Crackrauchen gehoeren Schaedigungen der Atmungsorgane, insbesondere der Lunge, zu den typischen Komplikationen. So kommt es bei der so genannten "Crack-Lunge" u.a. zu Sauerstoffmangel im Blut oder Blutspucken infolge einer Lungenblutung. Wenn die Inhalation durch Pressen verstaerkt wird, besteht u.a. die Gefahr krankhafter Luftansammlungen im Brustfellraum oder Herzbeutel. Aber auch beim Schnupfen sind infolge von Ueberdosierungen oder Unvertraeglichkeiten akut lebensbedrohliche Reaktionen bis hin zum Tod moeglich.

Bei Ueberempfindlichkeit kann bereits eine geringe Dosis Kokain einen so genannten Kokainschock hervorrufen, der sich u.a. durch Blaesse, kalten Schweiss und Atemnot ankuendigt und zu schwerem Kreislaufversagen fuehren kann. Ueberdosierungen dagegen koennen eine Kokainvergiftung in Form zentralnervoeser Uebererregung bewirken. In deren Folge kann es u.a. zum zunehmenden Verlust der Koordinationsfaehigkeit, zu Verwirrtheit, Unruhe und zerebralen Krampfanfaellen mit Bewusstseinsstoerungen und schliesslich zur Bewusstlosigkeit und zum Tod durch Atemlaehmung und schweres Kreislaufversagen kommen.

Auf lange Sicht: Folgeschäden

Regelmaessiger Kokaingebrauch kann mittel- und langfristig zu schwerwiegenden koerperlichen, psychischen und sozialen Veraenderungen fuehren.

Koerperliche Folgen: Zu den wesentlichen koerperlichen Beeintraechtigungen zaehlen die Schwaechung der koerperlichen Widerstandskraft, eine verminderte Belastbarkeit, starker Gewichtsverlust sowie Schaedigungen der Blutgefaesse und verschiedener Organe wie Leber, Herz und Nieren. Durch das Rauchen von Crack oder Freebase werden insbesondere die Atmungsorgane in Mitleidenschaft gezogen, waehrend regelmaessiges Schnupfen von Kokain vor allem Nasenschleimhaeute und Nasennebenhoehlen schaedigt und zu chronischem Nasenbluten sowie zu einer Verminderung des Geruchs- und Geschmackssinns fuehren kann.
Auf Dauer koennen sich jedoch auch hierbei chronische Erkrankungen der Atmungsorgane einstellen. Verunreinigungen des Stoffes koennen durch das Spritzen von Kokain schwere lokale Infektionen hervorrufen. Bei der Verwendung von gemeinsam genutzten Spritzen besteht darueber hinaus die Gefahr, dass Infektionskrankheiten wie HIV oder Hepatitis uebertragen werden.

Waehrend der Schwangerschaft kann Kokainkonsum zu Frueh- oder Totgeburten wie auch zu massiven Reifungs- und Wachstumsstoerungen des Foetus fuehren, die u.a. Fehlentwicklungen des Gehirns und anderer Organe zur Folge haben.

Psychische Folgen: Als gravierende psychische Folgen zeigen sich bei Dauerkonsumenten u.a. ausgepraegte Verstimmungen, sexuelle Funktionsstoerungen, Schlafstoerungen, Depressionen, Angst, Befuerchtungen des Kontrollverlusts, Misstrauen, Antriebs- und Konzentrationsstoerungen, verstaerkte Reizbarkeit, Aggressivitaet und Verwirrtheit. In manchen Faellen kann sich eine Kokainpsychose entwickeln, bei der es zu paranoiden Wahnvorstellungen, einer Beeintraechtigung des Realitaetsbezugs sowie zu optischen, akustischen und taktilen Halluzinationen kommen kann. Charakteristisch ist ein Dermatozoenwahn, bei dem der Konsument davon ueberzeugt ist, Insekten krabbelten unter seiner Haut. Diese Psychosen koennen chronisch werden.

Soziale Folgen: Bei dauerhaftem Kokainkonsum sind zudem nachhaltige Persoenlichkeitsveraenderungen zu beobachten, wie antisoziales und narzisstisches Verhalten, Angststoerungen, Reizbarkeit, innere Unruhe, starke psychomotorische Erregung sowie Ess- und Schlafstoerungen.

Neben den moeglichen strafrechtlichen und auch finanziellen Problemen infolge des Kokainkonsums sind es vor allem die bei einem Dauerkonsum auftretenden ausgepraegten Kontaktstoerungen und die Tendenz zur Selbstisolation, die das Zerbrechen jeglicher sozialer Bindungen zur Folge haben koennen.

Die Frage der Abhängigkeit

Sowohl ein episodischer wie auch ein kontinuierlicher Konsum von Kokain fuehren zur Abhaengigkeit, wobei die psychischen Aspekte deutlich im Vordergrund stehen. Bei der Einnahme von hohen Dosen Kokain und insbesondere beim Crackrauchen kann sich bereits innerhalb weniger Wochen eine starke psychische Abhaengigkeit entwickeln, die sich vor allem in der ausgepraegten Tendenz zur Dosissteigerung zeigt.

Beim Absetzen von Kokain kommt es zu Entzugssymptomen wie Muedigkeit, Erschoepfung, Depressionen, allgemeiner Verstimmung, mangelnder Energie und sexueller Lustlosigkeit, gefolgt von einem starken Schlafbeduerfnis, dem so genannten Crash. Diese Symptome koennen ueber Wochen andauern. Noch weit ueber diesen Zeitraum hinaus besteht jedoch ein starkes Verlangen nach der Substanz (Craving), was die Rueckfallgefahr entsprechend vergroessert.

Aufgrund der Gewoehnung an die Substanz entwickelt sich bei regelmaessigem Kokainkonsum eine Toleranz, die - allerdings nur bis zu einer gewissen Hoechstmenge - zu immer hoeheren Dosierungen fuehrt. In Konsumpausen bildet sich diese Toleranz jedoch wieder zurueck, so dass hiernach zunaechst nur wieder geringere Mengen Kokain benoetigt werden.

Gefährliche Mischungen

Jeder Mischkonsum verschiedener Drogen birgt einerseits die Risiken jeder einzelnen Substanz, andererseits aber auch das spezielle Risiko der jeweiligen Substanzkombination. So verstaerken sich Nikotin und Kokain gegenseitig in ihrer gefaessverengenden Wirkung und erhoehen dadurch die Gefahr entsprechender Folgen, z.B. eines Schlaganfalls. Ein Mischkonsum mit anderen Substanzen wie Alkohol, Ecstasy oder LSD kann zu einem voelligen Kontrollverlust bis hin zum Kollaps fuehren.

Als besonders gefaehrlich gilt die als Speedball bezeichnete Injektionsmischung aus Heroin und Kokain. Die hierdurch moegliche zusaetzliche Heroinabhaengigkeit ist - im Unterschied zum reinen Kokainkonsum - sehr schnell auch von starken koerperlichen Abhaengigkeitssymptomen gepraegt. Zur Milderung von Angstsyndromen als unerwuenschte Effekte des Kokainkonsums werden oft auch Benzodiazepine genommen, die ihrerseits ebenfalls sowohl negative Folgewirkungen wie auch ein starkes Abhaengigkeitspotenzial besitzen.

Glossar

Alkaloid

Chemische Bezeichnung fuer eine leicht alkalische Verbindung meist pflanzlichen Ursprungs, deren Einnahme bestimmte physiologische Wirkungen auf den menschlichen Organismus hat.

psychotrope Substanz

Eine Substanz, deren Wirkstoffe auf das Zentralnervensystem einwirken und dadurch psychische Prozesse beeinflussen.

psychotrope Substanz

Das Sehen, Hoeren oder auch Fuehlen von Dingen, die in Wirklichkeit nicht existieren.

Neurotransmitter

Chemische Substanzen, die als Botenstoffe bei der Uebertragung der Erregung an den Schaltstellen der Nervenzellen - den Synapsen - freigesetzt werden und dadurch bestimmte hemmende oder erregende Effekte hervorrufen.

Depression

Niedergeschlagenheit, gedrueckte Stimmung, Schwermut, Truebsinn, Traurigkeit bis hin zu ausgepraegtem Krankheitsbild.

Kokainpsychose

Eine durch Kokainkonsum verursachte seelische Erkrankung.

Dermatozoenwahn

Eine seelische Erkrankung, bei der der Erkrankte davon ueberzeugt ist, Insekten krabbeln unter seiner Haut.

Psychomotorik

Alle willkuerlich gesteuerten Bewegungsablaeufe, wie z.B. Gehen oder Sprechen.

psychische Abhaengigkeit

Psychische Abhaengigkeit wird als "ein unbezwingbares, gieriges seelisches Verlangen, mit der Einnahme der Droge fortzufahren" definiert und ist aufgrund der daraus resultierenden Entzugserscheinungen Hauptursache fuer misslungene Abstinenz. Psychische Abhaengigkeit wird - im Unterschied zur koerperlichen Abhaengigkeit - praktisch von allen Drogen hervorgerufen.

Entzugssymptome

Die beim Absetzen einer zur Abhaengigkeit fuehrenden Substanz auftretenden koerperlichen und psychischen Erscheinungen.

Toleranz

Die durch Gewoehnung an eine Substanz verringerte Empfindlichkeit und Reaktion des Koerpers darauf.

Benzodiazepine

Wirkstoffe von Arzneimitteln, die u.a. zur Milderung von Angst- und Erregungszustaenden eingesetzt werden und abhaengig machen koennen.

Quelle: DHS-Faltblattserie "Die Sucht und ihre Stoffe - Eine Informationsreihe ueber die gebraeuchlichen Suchtstoffe, 3"